Neuro-Linguistische Programmierung (NLP)

Was bedeutet Neuro-Linguistische Programmierung?

Die Neuro-Linguistische Programmierung (NLP) beschreibt eine Ansammlung von  Methoden und Techniken, die einem eine wirkungsvollere Kommunikation mit sich und anderen ermöglichen. 

Dabei bedient sich NLP der Interaktion zwischen Gehirn (Neuro), Sprache (Lingua) sowie Gewohnheits- und Verhaltensmustern, die  einer „Programmierung“ gleich in uns hinterlegt sind – unbesehen ihrer faktischen Sinnhaftigkeit für unser heutiges Leben.

NLP wurde von John Grinder und Richard Bandler 1975 im Anschluss ihrer Beobachtungen der Kommunikations- und Verhaltensmuster renommierter Therapeuten – darunter der Hypnosetherapeut Milton Erikson, der Gestalttherapeut Fritz Perls und die Familientherapeutin Viginiga Satir – als Kommunikations- und Therapietechnik entwickelt.

Wie „funktioniert“ NLP?

Der neuro-linguistischen Programmierung liegt das Wissen zugrunde, dass jeder Mensch die Welt anders erlebt. Dabei scheinen innere Vorgänge und Wahrnehmungen weitgehend kongruent zu sein, was auch in der individuellen Wahl eines Repräsentationssystem zum Ausdruck kommt. Während ein Mensch Bilder bevorzugt, stehen für einen anderen Gefühlsäußerungen zuvorderst.

Daher kommt der Ermittlung des individuell dominierenden Repräsentationssystem durch eine ausführliche Befragung des Patienten zu Beginn der Therapie eine zentrale Rolle zu. Sie erlaubt dem Berater außerdem eine adäquate Anpassung an das Repräsentationssystem des Klienten, was einen Erfolgsgaranten der Therapie darstellt. Außerdem dient die Befragung im Sinne der Anamnese der Diagnosefindung.

Was Sie außerdem über NLP wissen sollten

Submodalitäten

Der Mensch nimmt alle seine Erfahrungen mit den fünf Sinnen auf. Das heißt unser Gehirn nimmt über die fünf Sinne Informationen aus der Umwelt auf und verwandelt sie in Bilder, Töne, Empfindungen, Gerüche und Geschmäcker um. Erst danach wird den Sinneswahrnehmungen unterschiedliche Bedeutungen zugeteilt. Submodalitäten kann man als die Feineinstellung einer inneren Repräsentation der fünf Sinne bezeichnen. Also z. B. Helligkeit, Farbe, Größe, Lautstärke, Tonlage, Geschwindigkeit, Intensität, Position im Raum. Durch die dauerhafte Veränderung der Submodalitäten können inneren Zustände dauerhaft verändert werden. Dies geschieht häufig sehr schnell und effizient.

Häufig Im NLP nimmt man an, dass der Berater erfolgreicher ist, wenn er sich dem Klienten anpaßt: Denkt der Klient in Bildern, spricht der Berater mit ihm in einer visuellen Sprache ("Ich sehe Ihr Problem ..."). Ist er gefühlsorientiert, folgen sie ihm ("Das fühlt sich vernünftig an") oder auditiv („Das hört sich gut an.“). Wie der Klient denkt, läßt sich durch seine benutzten Formulierungen und Worten ableiten ("Für die Zukunft sehe ich Schwarz"). Eine Technik ist angenehme Erfahrungen mit Farbe und Helligkeit usw. zu verbinden und deren Intensität bei unangenehmen Erinnerungen zu reduzieren. Die Veränderung ist häufig sehr schnell und effizient.

Die zwölf wichtigsten Grundannahmen in der NLP-Praxis

  1. Die Landkarte ist nicht das Gebiet, denn jeder empfindet die Welt unterschiedlich.
  2. Menschen treffen innerhalb ihres Weltmodells und auf Bais der ihnen vorliegenden Informationen die ihnen beste Wahlmöglichkeit.
  3. Verhalten ist durch positive Absicht motiviert, auch wenn sie manchmal nicht auf den ersten Blick ersichtlich ist.
  4. Jeder Mensch trägt im Rahmen der pyhsiologischen und physikalischen Möglichkeiten alle Ressourcen in sich, um gewünschte Veränderungen an sich vorzunehmen.
  5. Der positive Wert eines Individuums ist konstant, auch wenn die Angemessenheit des Verhaltens bezweifelt werden kann.
  6. Alles ist Feedback: Es gibt in der Kommunikation keine Fehler oder Defizite.
  7. Die Bedeutung der Kommunikation liegt in der erhaltenen Reaktion, denn: Nicht, was Du tust, sondern wie die Umwelt darauf reagiert, ist entscheidend.
  8. Wenn eine Handlungsoption nicht funktioniert, tue etwas anderes, denn anderes Verhalten eröffnet andere Lösungsalternativen.
  9. In einem ansonsten gleich bleibenden System kontrolliert das Element mit den größtmöglichen Verhaltensmöglichkeiten das System.
  10. Wiederstand beim Klienten bedeutet mangelnde Flexibilität auf Seiten des Beraters, denn: Es gibt immer eine Lösungsmöglichkeit.
  11. Der Sinn jeder Kommunikation ist nicht die Absicht des Kommunikators, sondern die Reaktion, die sie beim Rezipienten auslöst. Wahr ist also nicht, was A gesagt hat, sondern was B verstanden hat.
  12. Wenn jemand eine bestimmte Handlung vollführen kann, so ist es möglich, dieses Verhalten zu imitieren und weiterzugeben. Also: Fake it untill you make it!

Anwendungsmöglichkeiten

Sollten Sie unsicher sein, ob eine NLP Therapie für Sie sinnvoll und indiziert erscheint, rufen Sie mich an! Ich weise darauf hin, dass die NLP Therapie keinen Besuch beim Arzt ersetzt, sondern nur unterstützend eingesetzt.

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